Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit durch Eintritt in ausländische Streitkräfte

Wehrpflicht Bild vergrößern Bundeswehrsoldaten eines Wachbataillons in Augustdorf bei Bielefeld bei einem feierlichen Gelöbnis (© dpa - Bildfunk) Grundsätzlich gilt für alle Personen, die sowohl die deutsche als auch eine andere Staatsangehörigkeit besitzen, dass sie ihre deutsche Staatsangehörigkeit verlieren, wenn sie freiwillig in die Streitkräfte ihres anderen Heimatlandes eintreten. Dies gilt also nicht bei Pflichtwehrdienst.

Die deutsche Staatsangehörigkeit geht nicht verloren, wenn der Betreffende zuvor die Erlaubnis des Bundesministeriums der Verteidigung eingeholt hat oder aufgrund eines bilateralen Vertrages zum Eintritt in die fremden Streitkräfte berechtigt ist.

Nach einer Neufassung des § 28 Staatsangehörigkeitsgesetzes können Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit freiwillig in den Streitkräften ihres anderen Heimatstaates Dienst tun, ohne dadurch die deutsche Staatsangehörigkeit zu verlieren, wenn es sich bei diesem anderen Heimatstaat um einen Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU), der Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) oder der Nordatlantikvertrags-Organisation (NATO) handelt oder um einen Staat auf der Länderliste nach § 41 der Aufenthaltsverordnung (Australien, Israel, Japan, Kanada, Republik Korea, Neuseeland und USA). Dies gilt nur für Personen, die ihren freiwilligen Dienst nach dem 6. Juli 2011 antreten.

Verlust der Staatsangehörigkeit

Symbolbild deutsche und russische Staatsangehörigkeit