Häufig gestellte Fragen zum neuen Verfahren (Abgabe von Fingerabdrücken)

Sind vor dem 14. September 2015 erteilte Visa weiterhin gültig?

Ja, sie bleiben gültig.

Wenn ich bereits einen biometeriefähigen Pass besitze, muss ich auch dann meine Fingerabdrücke erfassen lassen?

Ja, auch die Besitzer biometriefähiger Pässe müssen persönlich erscheinen, wenn sie nach dem 14. September 2015 erstmals ein Schengen-Visum beantragen.

Es handelt sich nämlich um zwei unterschiedliche, nicht miteinander verbundene Dateisysteme, die die biometrischen Daten speichern. Die biometriefähigen Pässe mit den Fingerabdrücken ihrer Inhaber werden von russischen Behörden ausgegeben. Das VIS wird nicht von russischen Behörden betrieben, sondern von Behörden der Schengen-Staaten, die keinen Zugang zu den Daten haben, die auf den Chips in russischen Pässen gespeichert werden.

Ist es möglich, die bereits abgegebenen Fingerabdrücke bei der Deutschen Botschaft für ein nationales Visum nun für den Antrag auf ein Schengenvisum zu übertragen? 

Leider ist es nicht möglich die bereits abgegeben Fingerabdrücke für ein nationales deutsches Visum auf dem elektronischen Weg  für einen Antrag auf ein Schengenvisum zu integrieren. Seit dem 14.09.2015 müssen Antragsteller, die noch keine Fingerabdrücke für ein Schengenvisum abgegeben haben, persönlich erscheinen.

Wird das VIS zu einer Erhöhung der Visumgebühr führen?

Nein, die Gebühr bleibt gleich.

Bedeutet diese neue Anforderung eine neue Hürde für russische Antragsteller? Ist sie nicht speziell gegen russische Bürger gerichtet?

Nein. Genau die gleichen Anforderungen und Verfahren gelten für alle Antragsteller weltweit. Russische Antragsteller werden genauso behandelt wie alle anderen Nationalitäten. Die Notwendigkeit der Abgabe der Fingerabdrücke existiert bereits seit 2011 und wird bis Ende 2015 für alle Visaanträge weltweit verpflichtend.

Die neue Maßnahme zielt darauf, den gesamten Prozess sicherer zu machen. Die Fingerabdrücke werden nur beim ersten Mal abgenommen und danach fünf Jahre lang für jeden weiteren Schengen-Visumantrag genutzt.

Was passiert denjenigen, die sich weigern, ihre Fingerabdrücke abzugeben?

Ihnen kann, leider kein Schengenvisum erteilt werden. Bestimmte Kategorien von Bürgern müssen keine Fingerabdrücke abgeben:

  • Kinder unter zwölf Jahren
  • Personen, bei denen eine Fingerabdruckerfassung physisch unmöglich ist;
  • Staatsoberhäupter und Mitglieder nationaler Regierungen (mit ihren offiziellen Delegationen und Ehepartnern), wenn sie aus offiziellem Anlass reisen.

Was wird die Rolle der Antragsannahmezentren sein?

Ihre Rolle bleibt unverändert, d. h. sie unterstützen die Visastellen der Schengener Staaten, die mit ihnen zusammenarbeiten, bei allen Arbeiten in der Vorbereitungsphase des Antragsprozesses. Sie werden mit elektronischem Gerät zur Erfassung biometrischer Daten ausgestattet, die unmittelbar an die nationalen Behörden des jeweiligen Schengen-Staates übersandt und dort gespeichert werden.

Häufige Fragen zum neuen Verfahren

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Änderungen im Antragsverfahren für Schengenvisa

Seit dem 14.09.2015 müssen alle Antragsteller persönlich erscheinen, um ihre biometrischen Daten (Fingerabdrücke und Passfoto) erfassen zu lassen.