Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Sebesh

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Am Sonnabend, dem 09. September 2017, fand in Sebesh (Kreis Pskov) eine zentrale Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt, an der der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Rüdiger Freiherr von Fritsch-Seerhausen, teilnahm.

Vor 25. Jahren wurden zwischen Deutschland und Russland das Kriegsgräberabkommen unterzeichnet, welche heute die Grundlage für die gemeinsame und gegenseitige Grabpflege der Kriegsgräberstätten beider Weltkriege bilden. Auf dem Soldaten Friedhof in Sebesh, auf dem 35.000 deutsche gefallenen Soldaten beigesetzt wurden, gedachten alle Gäste zudem dem 10. Jahrestag der Gründung dieser beeindruckenden und würdevollen Grabstätte. Darüber hinaus wurde an den 10. Jahrestag gemeinsamer deutsch-russischer Kriegsgräbereinsätze sowohl in Deutschland, wie auch in der Russischen Föderation erinnert.

Ein Höhepunkt der Gedenkveranstaltung war die symbolische Einbettung des am 06. November 1943 im Raum Newel gefallenen deutschen Soldaten Vinzent Cieluch durch den Botschafter von Fritsch. Vinzent Cieluch war der 900.000 deutsche Kriegstote, der durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Osten geborgen und nun auf einer richtigen Grabstätte eingebettet wurde.

An der Gedenkveranstaltung nahmen neben der deutschen Delegation von russischer Seite die Vizegouverneurin des Gebiets Pskov, die Bürgermeisterin von Sebesh, der zuständige stellvertretende Abteilungsleiter aus dem russischen Verteidigungsministerium, die bei den Umbettungsarbeiten beteiligten Soldaten, sowie zahlreiche russische ortsansässige Bürger teil. Die russische Seite hat dieses Vorhaben wiederum tatkräftig unterstützt und wirkt insbesondere in Sebesh seit Jahren intensiv mit bei der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberpflege. Von Seiten des Volksbundes nahm unter anderem der Präsident und frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, General a.D. Wolfgang Schneiderhan, teil, der durch ein engagiertes Team des Volksbundes unterstützt wurde. In sehr emotionalen Momenten konnte auch eine auf Initiative des Volksbundes angereiste Gruppe von Angehörigen und Freunden der gefallenen deutschen Soldaten der Veranstaltung beiwohnen, und miterleben, wie ihre Angehörigen und Freunde viele Jahrzehnte später eine würdige letzte Ruhestätte gefunden haben.

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