2 Räder – 200 Jahre: Die Deutsche Botschaft feiert mit 1.000 Besuchern Festival des Fahrrads

Puky-Russia Bild vergrößern (© Puky-Russia) Die Deutsche Botschaft Moskau durfte sich am Samstag, den 1. Juli, über mehr als 1.000 Besucher freuen.

Vor genau 200 Jahren fuhr der deutsche Forstmeister Karl Drais erstmals auf einem Zweirad von Mannheim nach Ludwigshafen – die Geburtsstunde des Fahrrads. Heute steht das Fahrrad weltweit für umwelt- und klimafreundliche Mobilität, für Erholung, Gesundheit, Bewegung und Spaß – ob Berufspendler, Familien oder Sportler. Die Deutsche Botschaft Moskau hat dieses besondere Jubiläum im Rahmen der 3. Europäischen Klimadiplomatiewoche mit einem Festival des Fahrrads gefeiert.

Puky-Russia Bild vergrößern (© Puky-Russia) Dank der Unterstützung des Klimafonds des Auswärtigen Amtes und Beiträgen des BMFGs und BMVis konnte in Zusammenarbeit mit über 25 Partnerunternehmen aus Russland und Deutschland, darunter auch dem Hessischen Verkehrsministerium, dem Zweirad-Industrieverband, der Friedrich-Ebert-Stiftung, nextbike, dem Russian Cycle Touring Club u.a., wurde ein abwechslungsreiches Programm entwickelt werden: Testfahrten von historischen Fahrrädern und Fahrradkuriositäten, Ausstellung historischer Fahrräder aus dem 19. Jahrhundert, einer überragenden Bikeshow des 6-fachen BMX-Weltmeisters Marco Hösel aus Chemnitz, einem virtuellen Fahrradrennen, Kinderprogramm mit Spezialparcours, Einradfahren und Fahrradmalwettbewerb, Erstellung und Druck von Fahrrad T-Shirts und Tatoos sowie Vorführung von Fahrrad-Kurzfilmen.

Puky-Russia Bild vergrößern (© Puky-Russia) Über 20 Fahrrad-Experten aus Deutschland und Russland, darunter Olga Maltsewa (Stadtverwaltung Moskau), Uwe Petry (Planungsbüro VAR, Darmstadt), Hannes Blank (Rödl & Partner St. Petersburg), Igor Nalimow (Fahrradclub Russlands), sowie Fahrradaktivistinnen aus Nowosibirsk und Krasnojarsk nahmen an Vorträgen und Podiumsdiskussionen zur Bedeutung des Fahrrads für Klima und Umweltschutz, Stadtplanung und Verkehr teil und unterstrichen die wachsende Bedeutung des Themas für Russland. Durch die Vorträge und Podiumsdiskussionen konnten konkrete Vorschläge der engeren Zusammenarbeit entwickelt werden. Laut Maltsewa soll das Fahrradwege-Netz in Moskau bis 2020 von den aktuellen 210 auf 700 Kilometer ausgebaut werden. Die größte Strecke, der sogenannte grüne Ring, soll über die Parks, Metro-Stationen und wichtige Umsteigeknoten verlaufen. Fahrradaktivisten und Vertreter der Fahrschulen lobten die ersten Ansätze in Moskau, forderten aber u.a. bessere Winterräumung der Moskauer Fahrradwege und ein besseren Informationsmaterial für alle Verkehrsteilnehmer.

Puky-Russia Bild vergrößern (© Puky-Russia) Mit Unterstützung  der Deutschen Zentrale für Tourismus sowie der Fahrradunternehmen Velocity und Puky konnte eine Tombola zu Gunsten des Speransky-Kinderkrankenhaus durchgeführt werden, bei der als Hauptpreis Flugtickets RusLine Moskau –nach Leipzig – Moskau für ein Wochenende mit Übernachtungen im Hotel Motel One Leipzig-Austusplatz und einer geführten Fahrradtour sowie zwei Laufräder als Hauptpreise verlost wurden.

Neben den Fahrradaktivitäten und den  intensiven Podiumsdiskussionen wartete auch ein internationales Filmprogramm auf die Besucher: In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut wurden Kurzfilme vom Internationalen Fahrrad-Filmfestival präsentiert.

Puky-Russia Bild vergrößern (© Puky-Russia) Teilnehmer erhielten eine der ersten Fahrradkarten Moskaus, die eindrucksvoll die Fortschritte beim Ausbau des seit 2015 begonnen Radwegesystems, aber auch die Lücken eines nutzbaren Netzwerkes unterstrich.

Das Velo-Festival endete mit einer gemeinsamen Fahrradtour, die über Worobjowy Gory an Gorki-Park führte. Über 100 Radler nahmen mit ihren Fahrrädern teil. Von vielen Teilnehmern kam der Wunsch, ein solches Fahrrad-Festival regelmäßig zu veranstalten.

Fahrradtag

Deutsche Botschaft Moskau