Residenzempfang zur Eröffnung der El Lissitzy-Ausstellungen

Am 13.11.2017 standen Leben und Werk des großen russischen Avantgardisten El Lisstzky (1890-1941) im Mittelpunkt eines Empfangs in der Residenz des deutschen Botschafters. Anlass war die Eröffnung einer Retrospektive mit Arbeiten des weltberühmten Künstlers in der Staatlichen Tretjakow-Galerie und dem Jüdischen Museum in Moskau.

Nikita Markov Bild vergrößern Direktor des Jüdischen Museums Alexander Boroda und Botschafter von Fritsch (© Nikita Markov) Botschafter von Fritsch hob in seiner Eröffnungsrede die engen Verbindungen El Lisstzkys mit Deutschland hervor. Sein Studium der Architektur und Ingenieurwissenschaften an der Technischen Hochschule Darmstadt sowie nachfolgend zahlreiche Reisen zu Kunstprojekten in Deutschland hätten seinen künstlerischen Werdegang nachhaltig beeinflusst. Eine besondere persönliche Verbindung mit Deutschland habe er auch durch die Ehe mit der deutschen Kunsthistorikerin Sophie Küppers gehabt. Insofern hätten die Deutsche Botschaft und das Goethe-Institut Moskau sehr gern zur Realisierung des Ausstellungsprojekts  beigetragen.

Die Stellvertretende Ministerpräsidentin der Russischen Föderation Olga Golodez würdigte das Zustandekommen der repräsentativen Gemeinschaftsausstellung in der Staatlichen Tretjakow-Galerie und dem Jüdischen Museum als gelungenes Kooperationsprojekt unter Mitwirkung ausländischer Partner.

Nikita Markov Bild vergrößern Generaldirektorin der Tretjakow-Galerie Zelfira Tregulowa (© Nikita Markov) Auch die Generaldirektorin der Tretjakow-Galerie, Zelfira Tregulowa, und der Direktor des Jüdischen Museums, Alexander Boroda, lobten die exzellente Kooperation zwischen den Projektpartnern (darunter auch der Kunstgalerie Moritzburg-Halle) und würdigten den Umstand, dass mit der Ausstellung erstmals eine umfassende Retrospektive des russischen Künstlers El Lissitzky in seinem Heimatland gezeigt werde.  

Das renommierte Kairos-Quartetts aus Berlin unter Leitung von Claudius von Wrochem gab anschließend eine musikalische Einstimmung auf die El Lissitzky-Ausstellungen mit Werken von Franz Schubert und Igor Strawinsky.

Nikita Markov Bild vergrößern Botschafter von Fritsch zeigt der Stellvertretenden Ministerpräsidentin der Russischen Föderation Olga Golodez Original-Werke von El Lissitzky (© Nikita Markov) Dekorativer Höhepunkt des Empfangs war die Ausstellung von zwei herausragenden Original-Werken El Lissitzkys, bereitgestellt durch die Russische Staatsbibliothek und präsentiert durch deren Stellvertretende Generaldirektorin Natalja Samoilenko. Die „Suprematistische Erzählung über 2 Quadrate“ fertigte El Lissitzky 1922 in Berlin für einen russischen Verlag an. Eine siebenbändige Heft-Ausgabe zur „Industrie des Sozialismus“ entstand 1935 als Begleitmaterial zum VII. Allrussischen Sowjetkongress.

El Lissitzy-Ausstellungen

Nikita Markov