Symposium „Deutsch-Russische Kooperation in der Erdsystemforschung“ in der Botschaft

Sergey Teplyakov Bild vergrößern (© Sergey Teplyakov) Der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Brandenburgs, Christian Görke, eröffnete gemeinsam mit dem russ. Vizewissenschaftsminister Grigorij Trubnikow und der Gesandtin Beate Grzeski das Symposium „Deutsch-Russische Kooperation in der Erdsystemforschung“. Gut 100 Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik nahmen am Auftakt einer zweitägigen Informationsveranstaltung des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) und weiterer Organisationen des Wissenschaftsstandorts Potsdam teil. Ziel der Veranstaltung in der Botschaft war es, die Partnerschaften des GFZ und weiterer Wissenschaftsorganisationen in Potsdam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Russland zu intensivieren und neue zu begründen.

Der russische Vizewissenschaftsminister Trubnikow würdigte die bilateralen Wissenschaftsbeziehungen. Der aktuelle Schwerpunkt liege auf den Arbeiten an einem strategischen Rahmen für die mittel- und langfristige Zusammenarbeit seines Ministeriums mit BMBF. Er unterstrich dabei die Bedeutung insbesondere des Bereichs Forschungsinfrastrukturen. Deutschland habe hier mit XFEL in Hamburg und FAIR in Darmstadt zwei international herausragende Leuchttürme etabliert. Ähnlich herausragend möchte Russland u.a. die Forschungsanlagen PIK in Gatchina und NICA in Dubna positionieren. Hier gebe es große Komplementaritäten. Weitere Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit seien die Bereiche Nachwuchsförderung und Innovation.

Sergey Teplyakov Bild vergrößern SStellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister Brandenburgs, Christian Görke (© Sergey Teplyakov) Der stellvertretende Ministerpräsident Brandenburgs Görke unterstrich die langjährige Tradition der Potsdamer Geoforschung in der Zusammenarbeit mit russischen Institutionen. Er warb um eine Fortsetzung dieses Engagements. Die Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die sich in der Region mit der Erdsystemforschung beschäftigten, böten mit ihren Forschungsinfrastruktur und ihren Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten eine exzellente Plattform für die internationale Zusammenarbeit.

Die Gesandtin der Botschaft Beate Grzeski betonte die wissenschaftliche Partnerschaft beider Länder auf Augenhöhe, mit exzellenten Forschern und Forschungsinfrastrukturen auf beiden Seiten. Gerade gegenwärtig zeige sich, wie stabil und zuverlässig die Wissenschaft eine Brücke zwischen Nationen bilden könne.

Sergey Teplyakov Bild vergrößern Stellvertretender Ministerpräsident Brandenburgs, Christian Görke, russischer Vizewissenschaftsminister Grigorij Trubnikow, Gesandtin der Botschaft Beate Grzeski (© Sergey Teplyakov) Im Anschluss an diverse Fachvorträge, u.a. des GFZ-Vorstandsvorsitzenden Reinhard Hüttl zur Energiewende in Deutschland, lud die brandenburgische Landesregierung zu einem Empfang ein.

Am folgenden Tag fand eine Fachveranstaltung des GFZ für russische Nachwuchswissenschaftler statt. Dort wurden gemeinsame Forschungsprojekte in der Erdsystemforschung und konkrete Fördermöglichkeiten für Forschungsaufenthalte in Deutschland, z.B. durch DFG, DWIH, DAAD, vorgestellt. Gut 60 russische Nachwuchswissenschaftler nahmen daran teil.

Symposium zu Kooperation in der Erdsystemforschung

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