Ihr Visumantrag ist abgelehnt worden?

Wenn Sie der Ablehnung widersprechen möchten:
Sie können nach Bekanntgabe der Ablehnung eines Antrags auf ein Schengenvisum innerhalb eines Monats, nach Bekanntgabe der Ablehnung eines Antrags auf ein nationales Visum innerhalb eines Jahres eine Remonstration bei dem Deutschen Generalkonsulat einlegen. Dies kann per E-Mail oder auf dem Postweg geschehen.

Bitte berücksichtigen Sie, dass die Bearbeitung von Remonstrationen bis zu 3 Monate in Anspruch nehmen kann.  Es wird daher gebeten, von Sachstandsanfragen abzusehen. Sollte im Einzelfall die genannte Bearbeitungszeit überschritten werden, erhalten Sie vor deren Ende unaufgefordert eine Sachstandsmittelung.

Im Falle eines Schengenvisums ist es jederzeit möglich, bei dem Visumantragsannahmezentrum (www.vfsglobal.com/germany/russia) des Dienstleisters VFS Global einen neuen Visumantrag mit vollständigen und aussagekräftigen Unterlagen zu stellen.

Die erneute Beantragung eines nationalen Visums ist nur mit einem Termin im Generalkonsulat möglich. Einen Termin erhalten Sie beim Dienstleister über die o. g. Internetseite.

Das Schreiben muss in jedem Fall eigenhändig unterschrieben sein. Einer E-Mail muss der Scan der eigenhändig unterschriebenen Remonstration angehängt sein. Bitte beachten Sie, dass dieses Schreiben in der deutschen oder englischen Sprache verfasst sein muss.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sachstandsanfragen zu Ihrem Antrag nicht beantwortet werden können, da diese Kapazitäten binden, die zur Bearbeitung Ihrer Remonstration benötigt werden. Im Falle der Erteilung des Visums werden Sie vom Generalkonsulat zur Vereinbarung eines Erteilungstermins kontaktiert. Wird der Visumantrag nach der Überprüfung durch die Auslandsvertretung erneut abgelehnt, werden Ihnen die Gründe für die Ablehnung in einem Remonstrationsbescheid noch einmal schriftlich und detaillierter mitgeteilt. Gegen den Remonstrationsbescheid kann Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin erhoben werden.

Welche Informationen muss das Remonstrationsschreiben enthalten?

  • Bitte geben Sie in Ihrem Schreiben immer die Bearbeitungsnummer (das heißt die letzten sieben Ziffern des im Ablehnungsbescheid (dt. Version) angegebenen Geschäftszeichens) an.
  • Geben Sie bitte sämtliche Kontaktdaten an, unter denen Sie für Rückfragen erreichbar sind (Telefonnummer (einschließlich Ortsvorwahl), Mobiltelefonnummer, Fax-Nummer, E-Mail-Adresse, vollständige Postadresse)
  • Gehen Sie auf die Kurzbegründung der Ablehnung ein. Unterlagen, die bei der Antragstellung gefehlt haben, sollten mit der Remonstration nachgereicht werden.
  • Bei Remonstrationen gegen Ablehnungen nationaler Visa müssen alle relevanten Unterlagen, auch die Remonstration selbst, mit deutscher Übersetzung vorgelegt werden, da innerdeutsche Behörden ggf. erneut zu beteiligen sind.

Sie können helfen, die Bearbeitungsdauer zu verkürzen, indem Sie Ihre Unterlagen nur auf einem Weg in die Visastelle schicken und somit unnötige Doppelarbeit vermeiden.

  • z. B.: Wenn Sie Ihr Schreiben per E-Mail schicken, verzichten Sie bitte auf eine weitere Übersendung per Post.
  • Vermerken Sie auf jeder Einsendung Ihren Namen und Ihre Bearbeitungsnummer.
  • Übersenden Sie keine Unterlagen, die Sie bei der Visabeantragung bereits abgegeben haben.
  • Bitte warten Sie auf die Rückmeldung des Generalkonsulates – Post-, E-Maileingänge können nach Einlegen der Remonstration angesichts ihrer Menge nicht bestätigt werden.

Das Generalkonsulat weist darauf hin, dass für das Remonstrationsverfahren zwar die Hilfe von Rechtsanwälten oder anderen Personen in Anspruch genommen werden kann, dies aber nicht notwendig ist.

Wichtige Hinweise:

Ein Rechtsanspruch auf Erteilung eines Schengenvisums besteht nicht (§ 6 AufenthG). Gegen die Ablehnung eines Visumantrags können Sie auch unmittelbar beim Verwaltungsgericht Berlin, Kirchstraße 7, 10557 Berlin, eine Klage einreichen. Bei Abweisung der Klage durch das Verwaltungsgericht gehen die Verfahrenskosten zu Lasten des Klägers (§154 Abs. 1 VwGO).

Rechtliche Grundlagen

Richter mit Gesetzbuch

Für alle Schengenstaaten ist der Visumkodex verbindliche Rechtsgrundlage bei der Erteilung von Visa für einen kurzfristigen Aufenthalt. Außerdem gibt es ein Visumerleichterungsabkommen.