Änderungen im Antragsverfahren für Schengenvisa seit dem 14.09.2015

Als Teil der weltweiten Einführung des Visa-Informationssystems (VIS) haben die Schengener Staaten in der Russischen Föderation am 14.09.2015 VIS in Gang gesetzt. Das Visa-Informationssystem (VIS) dient dem Datenaustausch für Kurzzeitvisa zwischen den Schengener Staaten. Hauptziel des VIS ist es, das Antragsverfahren und die Grenzkontrollen zu erleichtern und die Sicherheit zu erhöhen. VIS wurde seit Oktober 2011 schrittweise weltweit eingeführt. Seit Ende 2015 sind weltweit alle Schengen-Visastellen mit dem VIS verbunden.

Die wichtigste Änderung für Antragsteller aus Staaten, die für Kurzzeitaufenthalte im Schengenraum visumpflichtig sind, besteht seit dem 14.09.2015 darin, dass alle Antragsteller persönlich erscheinen müssen, um ihre biometrischen Daten (Fingerabdrücke und Passfoto) erfassen zu lassen - ein einfaches und diskretes Verfahren. Es betrifft die Anträge für Kurzzeit-Schengen-Visa (bis zu drei Monaten, maximal 90 Tage in 180 Tagen).

Für Folgeanträge innerhalb von 59 Monaten können die Fingerabdrücke aus dem früheren Antrag im VIS kopiert werden, d. h. die Fingerabdrücke werden für eine Zeit von weiteren 59 Monaten für jeden Folgeantrag verfügbar sein (z. B. für ein längerfristiges Mehrfach-Einreise-Visum)*.

Ausnahmen von der Pflicht zur Erfassung der Fingerabdrücke bestehen für

  • Kinder unter zwölf Jahren;
  • Personen, bei denen eine Fingerabdruckerfassung physisch unmöglich ist;
  • Staatsoberhäupter und Mitglieder nationaler Regierungen (mit ihren offiziellen Delegationen und Ehepartnern), wenn sie aus offiziellem Anlass reisen.

In der Praxis bedeutet dies, dass sich der erste (persönliche) Besuch in der jeweiligen Schengen-Visastelle bzw. in einem Antragsannahmezentrum nach dem 14.09.2015 wegen der Erfassung der biometrischen Daten um fünf bis zehn Minuten verlängert.

Im Übrigen bleibt das Verfahren aus der Sicht des Antragstellers unverändert (Visagebühr, Formular).

Der Zweck der weltweiten Einführung des VIS besteht im besseren Schutz der Antragsteller gegen Identitätsdiebstahl und fehlerhafte Identitätsfeststellung, was bislang in Einzelfällen zur Verweigerung des Visums oder der Einreise einer Person führen konnte, die dazu eigentlich berechtigt war. Fingerabdrücke werden beispielsweise innerhalb der EU genutzt, um verschiedene Dokumente (Personalausweise, Pässe) sicherer zu machen. Die Nutzung biometrischer Daten zur Feststellung der Identität eines Visuminhabers wird zu schnellerer, genauerer und sicherer Kontrolle durch die Grenzpolizei führen.

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* In Einzelfällen, z B. bei begründeten Zweifeln an der Identität des Antragstellers, müssen die Visastellen auch innerhalb dieser Frist die Fingerabdrücke erfassen.

Einführung des Visa-Informations-Systems (VIS)

VIS - Visa Information System

Antragsformulare Schengen-Visum

Antragsformular Schengenvisum

Der Online-Antrag VIDEX kann direkt am Bildschirm ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden. Die Daten lassen sich für Folgeanträge speichern. Anträge in Papierform erhalten Sie auch weiterhin kostenlos in der Visastelle oder im Visaannahmezentrum.

Adresse und Öffnungszeiten

Informieren Sie sich hier über die Adresse und die Öffnungszeiten des Generalkonsulats Jekaterinburg.

Wichtiger Hinweis!

Verbot

Die Mitnahme von Mobiltelefonen, Fotoapparaten, CD/MP3-Playern, Aufnahmegeräten sowie scharfen und spitzen Gegenständen und Flüssigkeiten in das Gebäude der Rechts- und Konsularabteilung und Visastelle ist nicht gestattet.