Erster Weltkongress für Menschen mit Behinderungen

Vom 7. bis 10. September 2017 findet in Jekaterinburg der Erste Internationale Kongress für Menschen mit Behinderungen statt. Es handelt sich dabei um eine Reihe von Diskussionen, Workshops, Konzerten und Vorträgen für und von Menschen mit Behinderungen aus der ganzen Welt. Insgesamt werden mehr als 700 Teilnehmer erwartet. Davon kommen ungefähr 200 aus Deutschland. Auch deshalb ist das deutsche Generalkonsulat in Jekaterinburg sehr daran interessiert, den Kongress und seine Organisatoren so gut es geht zu unterstützen. Groove Inclusion Bild vergrößern Schwabenlandhalle Fellbach 40 Jahre (© Groove Inclusion)

Ganz unmittelbar ist das Generalkonsulat an der Realisierung von drei Projekten beteiligt, die im Rahmen des Weltkongresses stattfinden.

Gemeinsam mit der Stiftung Kulturtransit lädt das Generalkonsulat den deutschen Dokumentarfilmemacher Manfred Michl nach Jekaterinburg ein. Er wird hier innerhalb von vier Wochen zusammen mit Kindern der Initiative „Sonnenkinder“ einen Film drehen. Dabei geht es darum die Kinder, die alle mit dem Down-Syndrom leben, in den gesamten Prozess des Filmemachens mit einzubeziehen – von der Idee, über das Drehbuch, die Filmmusik und die Gestaltung des Szenenbildes bis hin zum eigentlichen Dreh. Die Kreativität und die eigenen Ausdrucksformen der Kinder werden dabei im Vordergrund stehen. Präsentiert wird der Film dann erstmalig auf dem Weltkongress für Menschen mit Behinderungen. Groove Inclusion Bild vergrößern Groove Inclusion (© Groove Inclusion)

Auf Initiative des Generalkonsulat besucht außerdem eine inklusive Jazz-Big Band mit dem Namen „Groove Inclusion“ Jekaterinburg. Die Band reist mit 26 Mitgliedern – mit und ohne Behinderung – in den Ural und wird im Rahmen des Kongresses bei drei Auftritten ihr Können zum Besten geben. Die Band kommt aus dem Unteren Remstal in Baden-Württemberg und wird von deutschen Sponsoren finanziell unterstützt. Das Generalkonsulat übernimmt für die Band die Koordination mit den Organisatoren des Kongresses und klärt Fragen zum Transport der Bandmitglieder – und vor allem ihrer Instrumente. Maler aus Neuendettelsau Bild vergrößern Deutsche Maler aus Neuendettelsau (© Thorsten Walter)

Ebenfalls auf Einladung des Generalkonsulats, werden zwei bayerische Maler mit Behinderung, die von der Diakonie Neuendettelsau aus der Nähe von Nürnberg betreut werden, zum Kongress nach Jekaterinburg reisen. Sie werden eigene Bilder ausstellen und Workshops für andere Kongressteilnehmer leiten. Dabei werden sie unter anderem gemeinsam töpfern. Das deutsche Generalkonsulat finanziert den Aufenthalt der Künstler, kümmert sich um die Besorgung von Workshopmaterialien und koordiniert die Reise in Absprache mit den Organisatoren des Kongresses.