Generalkonsul besucht das Tomsker Gebiet

Gespräch mit dem Gouverneur des Tomsker Gebiets, Sergej A. Schwatsckin Bild vergrößern Gespräch mit dem Gouverneur des Tomsker Gebiets (© Verwaltung des Tomsker Gebiets)

Vom 16. bis 18. Dezember 2014 besuchte der deutsche Generalkonsul, Viktor Richter, das Tomsker Gebiet.

Im  Zuge des Treffens mit dem Gouverneur des Tomsker Gebiets, Sergej Schwatschkin, wurden die Fragen einer Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur sowie die Entwicklungsperspektiven des Fremdenverkehrs besprochen.

Während des Gesprächs mit der Vorsitzenden der Gesetzgebenden Duma des Tomsker Gebiets, Oxana Koslowskaja, wurde die innovative Entwicklung des Tomsker Gebiets als eines der wichtigsten Themen behandelt. Im Tomsker Gebiet entwickle sich erfolgreich die technologisch-innovative Sonderwirtschaftszone.

Treffen in der Stadtverwaltung Tomsk Bild vergrößern Treffen in der Stadtverwaltung Tomsk (© Stadtverwaltung Tomsk)

Der Bürgermeister von Tomsk, Iwan Klein, erzählte über die Geschichte Tomsks und dessen wissenschaftliches und wirtschaftliches Potential. Der Bürgermeister betonte, dass die guten Beziehungen zwischen Tomsk und Deutschland, die sich in den letzten  Jahrzehnten herausgebildet haben, weiter entwickelt und vertieft werden müssten. Die Tomsker Stadtverwaltung sei an der Schaffung neuer Produktionsstätten sowie am Kultur- und Wissenschaftsaustausch interessiert.

An der Tomsker Staatlichen Universität fanden Treffen mit dem Rektor, Eduard Galaschinskij, sowie Studenten und Hochschullehrern der Tomsker Hochschulen statt. Die Tomsker Staatliche Universität gehöre zu den TOP 15 der führenden Universitäten Russlands. Der Rektor und der Generalkonsul besprachen bestimmte Bereiche einer Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Generalkonsulat und der Tomsker Staatlichen Universität.

Besuch des in der Sonderwirtschaftszone ansässigen Unternehmens "MOJE Keramik-Implantate" Bild vergrößern Besuch des in der Sonderwirtschaftszone ansässigen Unternehmens "MOJE Keramik-Implantate" (© Sonderwirtschaftszone "Tomsk")

Der Generalkonsul besuchte die einzige hinter dem Ural gelegene technologisch-innovative Sonderwirtschaftszone, die 2006 gegründet wurde. Derzeit sind dort 62 Unternehmen ansässig. Zwölf Firmen davon wurden mit ausländischer Beteiligung gegründet. Der Generalkonsul sah sich gemeinsam mit dem amtierenden Generaldirektor, Konstantin Kaminskij, die Produktionshallen des in der Sonderwirtschaftszone ansässigen deutsch-russischen Unternehmens „MOJE Keramik-Implantate“ an.

Der Präsident der Industrie-  und Handelskammer, Arkadij Eksin, berichtete dem deutschen Generalkonsul von den Prioritäten zur Entwicklung der Wirtschaft des Tomsker Gebiets sowie der mehrjährigen Erfahrung bei der Organisation russisch-deutscher Veranstaltungen. Sie besprachen die Unterstützungsmöglichkeiten einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen des Tomsker Gebiets und Deutschlands für das Jahr 2015.

Ein Paradebeispiel der erfolgreichen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Tomsker Gebiet und der Bundesrepublik Deutschland ist die Brauerei „Tomskoje Piwo“, die 1876 vom Preußen Karl Krüger gegründet wurde. Die Brauerei produziert Bier, alkoholfreie Getränke, Sprudelwasser u. ä. Die technische Ausstattung der Brauerei sowie die Rohstoffe    Malz und Hopfen werden aus Europa und Deutschland geliefert.

Führung durch das Russisch-Deutsche Haus Bild vergrößern Führung durch das Russisch-Deutsche Haus (© Deutsches Generalkonsulat Nowosibirsk)

Die russlanddeutschen Vertreter trafen sich mit dem Generalkonsul im Russisch-Deutschen Haus, das als eines der schönsten Gebäude in Tomsk gilt. Der Vorsitzende der national-kulturellen Autonomie, Leonid Glock, stellte die Kernbereiche der Russlanddeutschen im Tomsker Gebiet vor. Der Direktor des Russisch-Deutschen Hauses, Alexander Heier, berichtete über die Projekte „Deutsche Wurzeln“ und „Erinnerungen“.

Im Rahmen einer Stippvisite besuchte der Generalkonsul das Tomsker Gedenkmuseum „Untersuchungsgefängnis des NKWD“. Der Museumsleiter, Wassilij Chanewitsch, machte den Gast mit der Geschichte des Museums vertraut, führte ihn durch die Räume und teilte ihm die Pläne über eine weitere Arbeit mit.