FAQ zur VIS-Einführung

1. Kann man die Fingerabdrücke für einen C-Antrag auch in den VACs abnehmen lassen, also die Anträge weiterhin dort abgeben, z.B. im VAC Wladiwostok?

  • Ja, die Visaannahmezentren, die im Auftrag des Auswärtigen Amtes arbeiten, werden ebenfalls mit Scannern ausgestattet und können C-Anträge samt Abnahme der Fingerabdrücke auch weiterhin annehmen.

2. Verlieren die alten Mehrjahresvisa ihre Gültigkeit, wenn das System umgestellt wird?

  • Nein, die laufenden Mehrjahresvisa behalten ihre Gültigkeit. Erst bei Beantragung eines neuen Visums nach der Systemumstellung müssen die Fingerabdrücke mit abgegeben werden.

3. Wie lange bleiben die Fingerabdrücke aktuell?

  • Die Fingerabdrücke bleiben 5 Jahre im System. Nach Ablauf der 5 Jahre müssen die Fingerabdrücke wieder neu abgenommen werden.

4. Was passiert, wenn man die Fingerabdrücke für ein C-Visum bereits bei einer anderen Schengenvertretung abgegeben hat?

  • Diese Fingerabdrücke laufen ins VIS ein, d.h. man braucht keine neuen Fingerabdrücke bei einer anderen Schengenvertretung mehr abgeben. Auch hier gilt die Fünfjahresfrist. Der Antragsteller muss jedoch anhand seines Auslandspasses oder einer Kopie belegen können, dass das Visum tatsächlich nach der Systemumstellung beantragt wurde. Es wird darauf hingewiesen, dass VIS bei Abfrage eine entsprechende Meldung schickt. Bei Falschangaben müsste der betroffene Antragsteller also erneut vorsprechen.

5. Muss man innerhalb der Fünfjahresfrist neue Fingerabdrücke abgeben, wenn  man einen neuen Auslandspass bekommt?

  • Es kann möglich sein, dass der Antragsteller wieder zur Abgabe der FA einbestellt werden muss! Der Antragsteller wird dann vom betreffenden Visaannahmezentrum oder dem Generalkonsulat benachrichtigt.

6. Wer ist befreit?

  • Kinder unter 12 Jahren;
  • Personen, bei denen eine Fingerabdruckerfassung physisch unmöglich ist;
  • Staatsoberhäupter und Mitglieder nationaler Regierungen (mit ihren offiziellen Delegationen und Ehepartnern), wenn sie aus offiziellem Anlass reisen.

7. Muss man bei physischer Versehrtheit (s. Ausnahmen zur Abnahme von Fingerabdrücken, fehlende Gliedmaßen) trotzdem persönlich vorsprechen?

  • Ja, diese Fälle sind sehr selten und erfordern trotzdem die persönliche Vorsprache. Die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung reicht zur Befreiung nicht aus!

8. Kann man den Fingerabdruck von einem kurzfristigen Visum für ein langfristiges bzw. Dauervisum verwenden (oder umgekehrt)?

  • Wie schon seit Jahren, muss auch weiterhin für ein langfristiges Visum eine persönliche Vorsprache erfolgen. Die Daten von einem kurzfristigen auf ein langfristiges Visum (oder umgekehrt) sind nicht übertragbar, weil die Datenspeicherung für nationale Visa nicht an die Datenspeicherung für kurzfristige Visa gekoppelt ist. In beiden Fällen muss der Antragsteller persönlich vorsprechen und die Fingerabdrücke abgeben.

9. Kann man die Fingerabdrücke auch ohne Antrag schon mal beim Generalkonsulat oder in einem Visaantragsannahmezentrum abgeben, wenn man sich gerade in der Stadt aufhält?

  • Nein, das geht nicht. Die Fingerabdrücke können ohne konkreten Antrag nicht erfasst und gespeichert werden.