Allgemeines zur Umstellung auf Visa-Informationssystems (VIS)

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Als Teil der weltweiten Einführung des Visa-Informationssystems (VIS) der EU haben die Schengener Staaten nun auch in der Russischen Föderation am 14.09.2015 die Systemumstellung vorgenommen. VIS wurde seit Oktober 2011 bereits in 17 von 23 Regionen der Welt gestartet, so z.B. in den USA, Kanada, Zentralasien, dem Westbalkan, der Türkei. Bis Ende November 2015 sollen weltweit alle Schengen-Visastellen mit dem VIS verbunden sein.

Die wichtigste Änderung wird darin bestehen, dass für alle Visumanträge, die ab dem 14.09.2015 gestellt werden,  eine persönliche Vorsprache zur Abnahme der biometrischen Daten erforderlich ist. Diese Daten werden schengenweit für fünf Jahre gespeichert, sodass innerhalb diesen Zeitraums i.d.R. keine weiteren Fingerabdrücke nötig werden, auch dann nicht, wenn ein Visum in einer anderen Schengenbotschaft beantragt wird.

Ausnahmen von der Pflicht zur Erfassung der Fingerabdrücke bestehen für:

  • Staatsoberhäupter und Mitglieder nationaler Regierungen (mit ihren offiziellen Delegationen und Ehepartnern), wenn sie aus offiziellem Anlass reisen.
  • Kinder unter zwölf Jahren
  • Personen, bei denen eine Fingerabdruckerfassung physisch unmöglich ist

Im Übrigen bleibt das Verfahren aus der Sicht des Antragstellers unverändert (Visagebühr, Formular).

VIS dient dem Datenaustausch für Kurzzeitvisa zwischen den Schengener Staaten. Hauptziel  ist es, das Antragsverfahren und die Grenzkontrollen zu erleichtern und die Sicherheit zu erhöhen.

Der Zweck der weltweiten Einführung des VIS besteht auch im besseren Schutz der Antragsteller gegen Identitätsdiebstahl und fehlerhafte Identitätsfeststellung, was bislang in Einzelfällen zur Verweigerung des Visums oder der Einreise einer Person führen konnte, die dazu eigentlich berechtigt war.

Fingerabdrücke werden beispielsweise innerhalb der EU genutzt, um verschiedene Dokumente (Personalausweise, Pässe) sicherer zu machen. Die Nutzung biometrischer Daten zur Feststellung der Identität eines Visuminhabers wird zu schnellerer, genauerer und sicherer Kontrolle durch die Grenzpolizei führen.

Informationen zur Einführung (VIS)

Fingerabdruck für neuen Pass

FAQ zur VIS-Einführung

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zur VIS-Einführung.