Beantragung eines Reisepasses für Minderjährige

Fingerabdruck für neuen Pass Bild vergrößern Fingerabdruck für neuen Pass (© dpa/picture-alliance, Arno Burgi) Bei Beantragung eines neuen Reisepasses oder Personalausweises ist die persönliche Vorsprache des Kindes und der Sorgeberechtigten erforderlich.

Sollte ein Sorgeberechtigter bei der Antragstellung abwesend sein, kann er die Zustimmungserklärung zur Beantragung eines Reisepasses entweder beim Notar oder bei seiner zuständigen Passbehörde am deutschen Wohnort abgeben.

Bitte denken Sie daran, dazu rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren!

Welche Unterlagen muss ich vorlegen?

  • vollständig und leserlich in deutscher Sprache ausgefülltes und unterschriebener Antrag (unverheiratete Minderjährige) [pdf, 149.67k]
  • ein aktuelles biometrisches Passfoto (nicht älter als sechs Monate)                       
    Fotomustertafel [pdf, 1,350.34k]
  • den bisherigen deutschen Reisepass des Kindes (sofern vorhanden)
  • Abmeldebescheinigung aus Deutschland, (falls das Kind bereits im Inland angemeldet war)
  • aktuelle Reisepässe der Sorgeberechtigten
  • Geburtsurkunde im Original
  • Nachweis, dass mindestens ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt die deutsche Staatsangehorigkeit besaß
  • Heiratsurkunde oder Auszug aus dem Familienbuch der Eltern, aus der die Namensführung vor und nach der Eheschließung hervorgeht (falls die Eltern miteinander verheiratet sind oder waren)
  • Vaterschaftsanerkennung (falls die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet waren)
  • ggf. Einbürgerungsurkunde oder Bescheinigung nach § 15 Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz (BVFG) der Eltern (falls Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt)
  • ggf. Nachweis über das alleinige Sorgerecht durch Sorgerechtsbeschluss, Scheidungsurteil der Eltern, Sterbeurkunde eines verstorbenen Elternteils oder Gerichtsbeschluss zum Entzug des Elternrechts

Alle ausländischen Urkunden...

... müssen mit Apostille versehen oder legalisiert sein.
Apostille oder Legalisation von Urkunden

Im Einzelfall kann die Vorlage weiterer Dokumente erforderlich werden, wie z.B.Nachweis über die Führung eines Doktortitels oder eines Künstlernamens.

Die Abholung des Dokuments kann durch einen Vertreter mit Vollmacht erfolgen.

Hinweis:

Waren die sorgeberechtigten Eltern zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet und führen für den deutschen Rechtsbereich noch keinen gemeinsamen Ehenamen, muss, wenn es sich um das erste gemeinsame leibliche Kind handelt, zunächst ein Familienname für das Kind bestimmt werden. Gleiches gilt auch für weitere gemeinsame leibliche Kinder, wenn für die Namensführung des 1. gemeinsamen Kindes ausländisches Recht bestimmt wurde. Hierzu ist im Rahmen der Passbeantragung eine Namenserklärung erforderlich.

Führen die Eltern keinen Ehenamen und steht die elterliche Sorge im Zeitpunkt der Geburt nur der Mutter zu, weil die Eltern im Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet sind und die Vaterschaftsanerkennung erst nach der Geburt abgegeben wurde, erhält das Kind nach deutschem Recht automatisch den Namen der Mutter. Wird der Familienname des Vaters gewünscht, ist im Rahmen der Passbeantragung eine Namenserklärung erforderlich. Es wird darauf hingewiesen, dass der Name des Kindes nur binnen 3 Monaten nach Begründung der gemeinsamen Sorge neu bestimmt werden kann. Allerdings endet die Frist, wenn ein Elternteil bei Begründung der gemeinsamen Sorge seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat, nicht vor Ablauf eines Monats nach Rückkehr in das Inland.

Namenserklärungen werden erst mit Zugang beim zuständigen Standesamt in Deutschland wirksam. Die vorzulegenden Unterlagen entnehmen Sie bitte der Webseite Geburtsanzeige und Namenserklärung

Für den Fall dass Sie im Rahmen der Passbeantragung eine Namenserklärung abgeben müssen, buchen Sie hierfür bitte einen zusätzlichen Termin.

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