Antibiotikaresistenzen bedrohen unsere Gesundheit – Deutschland und Russland arbeiten im G20-Rahmen gemeinsam an der Bekämpfung dieses Problems

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Antibiotika-resistente Keime fordern weltweit immer mehr Opfer. In der Zukunft können selbst einfache Infektionen und Routine-Operationen wieder ein lebensgefährliches Risiko werden, wenn die vorhandenen Medikamente ihre Wirkung verlieren. Falsche und missbräuchliche Anwendung von Antibiotika sowohl bei der Behandlung von Menschen als auch in der Tierzucht tragen dazu bei.

Dagegen hilft nur gemeinsames Handeln. Deshalb hat Deutschland, das 2017 den Vorsitz der G20-Staatengruppe innehat, den Kampf gegen Antibiotikaresistenzen zu einem Schwerpunktthema gemacht. Deutschland und Russland arbeiten im G20-Rahmen zusammen.

Die drohenden Gefahren und die im G20-Rahmen koordinierten Gegenmaßnahmen in beiden Ländern waren Gegenstand einer Informationsveranstaltung, die das deutsche Generalkonsulat zusammen mit der Nordwestlichen Staatlichen Medizinischen Metschnikow-Universität am 14.06. in St. Petersburg organisiert hat. Die Veranstaltung war Teil des 4. Russisch-chinesischen Medizinerkongresses zu Fragen der Mikrobiologie, Epidemiologie und Mykologie.

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Die Generalkonsulin Dr. Aderhold und der Rektor der Metschnikow-Universität Prof. Dr. Churzilawa stellten einleitend das Ausmaß des Problems und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit zu seiner Bekämpfung dar. Prof. Dr. Dr. Ulrichs aus Berlin, bereits seit längerem in der deutsch-russischen gesundheitspolitischen Zusammenarbeit im Rahmen des „Koch-Metschnikow-Forums“ aktiv, sowie der amtierende Rektor der Medizinischen Universität Smolensk, Prof. Dr. Koslow, informierten das Fachpublikum über die Situation und Handlungsmöglichkeiten in Deutschland und Russland.

Der Gouverneur von St. Petersburg, Georgij Poltawtschenko, würdigte die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet in seiner Rede zur Eröffnung des Kongresses.