Deutsch-Russischer Salon zum Thema: "Sind die Menschenrechte westlich"?

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Rund 70 Besucher folgten der Einladung des Generalkonsulats  am 19. März zum ersten deutsch-russischen Salon dieses Jahres mit dem renommierten Soziologen und Sozialphilosophen Hans Joas, der in Kooperation mit dem DAAD durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt des Vortrags stand das Thema der Menschenrechte, mit dem sich Prof. Joas zuletzt publizistisch besonders auseinandergesetzt hat.

Hans Joas erläuterte in seinem fesselnden Vortrag, wie der Aufstieg der Menschenrechte und die Idee universaler Menschenwürde als ein Prozess der „Sakralisierung der Person“ gesehen werden kann und schaffte es dabei in eindrucksvoller Weise, seinem Publikum auch schwierige und komplexe Zusammenhänge in einfachen und klaren Worten zu verdeutlichen. Gleichzeitigt machte Hans Joas anhand der Rechtfertigung von Inhumanität im Westen deutlich, wie fragil der im Prozessverlauf erreichte Fortschritt ist, und warnt vor jedem kulturellen Triumphalismus, der sich auf das Erreichte beruft.

Nach der vom Erfurter Professor Frank Ettrich souverän und kenntnisreich moderierten Veranstaltung, die auch eine Diskussion mit dem Publikum umfasste lud die Generalkonsulin Frau Dr. Peitsch zum Ausklang auf einen kleinen Umtrunk ein. Bild vergrößern

Deutsch-Russischer Salon mit Hans Joas