Visa zur Eheschließung mit anschließendem Daueraufenthalt in Deutschland

Das Visumverfahren sollte erst als letzter Schritt

vor der Einreise erfolgen, nachdem die zivil- bzw. personenstandsrechtlichen Voraussetzungen für eine Eheschließung in Deutschland geschaffen worden sind.

Setzen Sie sich daher bitte rechtzeitig und vor Beantragung des Visums mit dem zuständigen Standesamt in Verbindung und erkundigen Sie sich, welche Unterlagen dort für die Anmeldung der Eheschließung vorzulegen sind.

Zur Beantragung eines solchen Visums benötigen Sie:

  • Bescheinigung des deutschen Standesamts über
    das Vorliegen aller Voraussetzungen zur Eheschließung oder
    die Anmeldung der Eheschließung

oder

  • Ihre Geburtsurkunde,
  • eine Bescheinigung des Standesamtes, dass „es gemäß der Gesetzgebung der Russischen Föderation keine Hindernisse für eine Eheschließung gibt“,
  • Waren Sie früher bereits verheiratet, für jede Ehe
    - Bescheinigung über die Eheschließung (Heiratsurkunde),
    - Scheidungsurkunde / Sterbeurkunde,
    - wurde die Ehe vor Gericht geschieden:
       Gerichtsurteil mit Rechtskraftvermerk

    Beachten Sie bitte, dass spätestens zur Erteilung des Visums alle Voraussetzungen zur Eheschließung vorliegen müssen! Auch das konkrete Datum der Eheschließung muss spätestens dann feststehen.
  • Verpflichtungserklärung im Original oder per Fax,
  • formlose Einladung des in Deutschland lebenden zukünftigen Ehepartners zur Eheschließung und zur gemeinsamen Wohnsitznahme in Deutschland (auch per Fax)
  • Kopie des Reisepasses des in Deutschland lebenden zukünftigen Ehepartners einschließlich der Seite mit dem Aufenthaltstitel, bei Deutschen - Kopie des Reisepasses oder Personalausweises.

Wurde die Verpflichtungserklärung vom zukünftigen Ehepartner abgegeben und sind dort alle Angaben (ggf. einschließlich Gültigkeit des Aufenthaltstitels) eingetragen, sind formlose Einladung und Passkopien nicht erforderlich.

Nimmt die Ausländerbehörde vorab keine Verpflichtungserklärung entgegen, sollte das in der formlosen Einladung erwähnt werden.

Sie müssen einfache Deutschkenntnisse nachweisen -

- durch ein Zertifikat „Start Deutsch 1“ des Goethe-Instituts.

Ausländische öffentliche Urkunden...

... müssen grundsätzlich mit Apostillen versehen sein. Das gilt für öffentliche Urkunden aller Staaten außer Deutschland.

Alle oben genannten Dokumente ...

... müssen in deutscher Sprache ausgestellt sein oder zusammen mit einer beglaubigten Übersetzung ins Deutsche vorgelegt werden (§ 23 VwVfG).

Legen Sie bitte jedes Dokument, einschließlich Übersetzung, im Original mit zwei vollständigen, unbeglaubigten Kopien vor.

Die hier aufgeführten Dokumente sind Mindestvoraussetzungen, die für die Antragsannahme erforderlich und im Regelfall für eine Entscheidung über Ihren Antrag ausreichend sind.

Wenn es erforderlich ist, kann die Visastelle jederzeit die Vorlage zusätzlicher Unterlagen verlangen.

Außerdem sind erforderlich

Reisepass • Inlandspass • zwei Antragsformulare • drei Passfotos ...

Für die Vorbereitung der Antragsabgabe...

... nutzen Sie bitte die hier angebotene Checkliste.

Drucken Sie diese aus und geben Sie in den vorgesehenen Kästchen an, dass Sie die dort genannten Dokumente vorlegen können.

Die Checkliste ist bei Beantragung des Visums mit vorzulegen.

Visumanträge können nur dann angenommen und bearbeitet werden,

wenn die Antragsformulare vollständig ausgefüllt, sämtliche Unterlagen beigefügt sind und vom Antragsteller vorgelegt werden.

Unvollständige Anträge werden nicht angenommen und es muss ein neuer Termin gebucht werden.

Vorab unaufgefordert oder separat per Fax/per Post an das Generalkonsulat übermittelte Unterlagen können bei der Visumbeantragung nicht berücksichtigt werden.

Eine "reine" Eheschließung, ...

... ohne unmittelbar anschließenden Daueraufenthalt in Deutschland, ist auch mit einem (vorhandenen) Schengen-Visum möglich.

Für eine spätere Wohnsitznahme in Deutschland ist jedoch in jedem Fall das Visumverfahren zur Familienzusammenführung zum Ehepartner zu durchlaufen.

Ein Schengen-Visum kann auch zur Eheschließung erteilt werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass in einem solchen Fall die Rückkehrbereitschaft nachgewiesen sein muss.