Visa zur Geburt eines deutschen Kindes

Ein solches Visum kann nur zur Geburt eines deutschen Kindes beantragt werden,

wenn das Kind

(1) die deutsche Staatsangehörigkeit aufgrund der Abstammung von einem deutschen Elternteil besitzen wird oder

(2) aufgrund des gewöhnlichen Aufenthalts der Mutter in Deutschland durch Geburt im Bundesgebiet erwerben wird.

Zur Beantragung eines solchen Visums benötigen Sie:

  • Nachweis der Schwangerschaft 

durch eine Kopie des Mutterpasses bzw. eine geeignete ärztliche Bescheinigung.
Diese sollte nach Möglichkeit den erwarteten Geburtstermin bescheinigen (nicht nur die aktuelle Schwangerschaftswoche).

  • Kopie des Reisepasses oder Personalausweises des deutschen bzw. des in Deutschland lebenden Elternteils sowie ggf. dessen Aufenthaltstitel.

Im oben genannten Fall (2) ist ein Nachweis des achtjährigen rechtmäßigen Aufenthalts der werdenden Mutter gegenüber dem Generalkonsulat nicht erforderlich.

  • Nachweis der Vaterschaft

durch
a) die Heiratsurkunde der werdenden Eltern oder 
b) eine vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennung und eine Sorgeerklärung.

Eine solche vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennung

wird in den meisten Fällen zunächst durch den Vater erklärt. Danach muss die Zustimmung der Mutter zu dieser Vaterschaftsanerkennung beurkundet werden.

Zuständig für solche Beurkundungen sind in Deutschland das Jugendamt und deutsche Notare bzw. im Ausland die deutschen Auslandsvertretungen.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle deutschen Konsularbeamten zu solchen Beurkundungen ermächtigt sind. Daher sollten Sie vor einer Vorsprache im Generalkonsulat telefonisch oder per E-Mail klären, ob und wann eine solche Beurkundung vorgenommen werden kann.

Falls nicht beide Eltern gemeinsam im Generalkonsulat vorsprechen, ist es ratsam, dass zunächst der in Deutschland Lebende seine Erklärung abgibt und das Original dieser Erklärung dem anderen Elternteil übersendet.

Für die gemeinsame Sorgeerklärung gilt das Vorstehende entsprechend.

Ausländische öffentliche Urkunden...

... müssen grundsätzlich mit Apostillen versehen sein. Das gilt für öffentliche Urkunden aller Staaten außer Deutschland.

Alle oben genannten Dokumente ...

... müssen in deutscher Sprache ausgestellt sein oder zusammen mit einer beglaubigten Übersetzung ins Deutsche vorgelegt werden (§ 23 VwVfG).

Legen Sie bitte jedes Dokument, einschließlich Übersetzung, im Original mit zwei vollständigen, unbeglaubigten Kopien vor.

Die hier aufgeführten Dokumente sind Mindestvoraussetzungen, die für die Antragsannahme erforderlich und im Regelfall für eine Entscheidung über Ihren Antrag ausreichend sind.

Wenn es erforderlich ist, kann die Visastelle jederzeit die Vorlage zusätzlicher Unterlagen verlangen.

Außerdem sind erforderlich

Reisepass • Inlandspass • zwei Antragsformulare • drei Passfotos ...

Für die Vorbereitung der Antragsabgabe...

... nutzen Sie bitte die hier angebotene Checkliste.

Drucken Sie diese aus und geben Sie in den vorgesehenen Kästchen an, dass Sie die dort genannten Dokumente vorlegen können.

Die Checkliste ist bei Beantragung des Visums mit vorzulegen.

Visumanträge können nur dann angenommen und bearbeitet werden,

wenn die Antragsformulare vollständig ausgefüllt, sämtliche Unterlagen beigefügt sind und vom Antragsteller vorgelegt werden.

Unvollständige Anträge werden nicht angenommen und es muss ein neuer Termin gebucht werden.

Vorab unaufgefordert oder separat per Fax/per Post an das Generalkonsulat übermittelte Unterlagen können bei der Visumbeantragung nicht berücksichtigt werden.

Hinweise

Ein Anspruch auf eine Aufenthaltserlaubnis entsteht für den Vater nur dann, wenn ihm das Personensorgerecht für das deutsche Kind zusteht. Ohne das Sorgerecht steht die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis im Ermessen und kann – insbesondere bei nicht gesichertem Lebensunterhalt – versagt werden.

Sie fürchten, man könnte Ihnen die "Umgehung des Sprachnachweises" beim Ehegattennachzug vorwerfen?

Das ist unbegründet. Die Beantragung eines solchen Visums bedeutet keine unzulässige Umgehung der Voraussetzungen des Ehegattennachzugs, insbesondere des Nachweises einfacher Deutschkenntnisse.