VDK-Besuch in St. Petersburg

Mit einer feierlichen Kranzniederlegung auf dem "Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof" begann am 20. August das offizielle Besuchsprogramm einer hochrangigen Delegation des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) in St. Petersburg und dem Leningrader Gebiet.

Dr. Markus Meckel, Bundesminister a.D. und Präsident des VDK, bei Kranzniederlegung auf dem Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof Bild vergrößern Dr. Markus Meckel, Bundesminister a.D. und Präsident des VDK, bei Kranzniederlegung auf dem Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof (© Generalkonsulat St. Petersburg ) Im Anschluss an die Kranzniederlegung besichtigten die Delegationsmitglieder unter Leitung von Dr. Markus Meckel, Bundesminister a.D. und Präsident des VDK, in Begleitung von Generalkonsulin Dr. Heike Peitsch und dem Verteidigungsattaché der Deutschen Botschaft Moskau, Brigadegeneral Reiner Schwalb, auch das Museum des Gedenkfriedhofes, auf dem knapp eine halbe Million Opfer der Leningrader Blockade 1941-1944 beigesetzt sind.

Der Besuch der Delegation steht im Kontext der Bergungsarbeiten in der Newski-Landenge, die in diesem Jahr im Zeitraum vom 10. bis 22. August erstmals gemeinsam von Soldaten des Sanitätsregiment 1 - Lazarettregiment 31, Berlin und Angehörigen des 90. Suchbataillons der russischen Streitkräfte im Nordwestlichen Militärbezirk durchgeführt worden sind. Generalkonsulat Sankt Petersburg Bild vergrößern (© Generalkonsulat Sankt Petersburg) Bei einer Fahrt zu den Sinjawino-Höhen nahe der Ortschaft Mga konnten sich die deutschen Gäste, darunter auch General a.D. Wolfgang Schneiderhan, Vizepräsident des VDK, sowie Wolfgang Strojek, Leiter der VDK-Geschäftsstelle Osteuropa, einen persönlichen Eindruck von den gemeinsamen Sucharbeiten der deutschen und russischen Soldaten unter Feldbedingungen verschaffen.

Die Bergungsarbeiten beinhalten die Exhumierung und Umbettung der sterblichen Überreste von im II. Weltkrieg auf den damals hart umkämpften Sinjawino-Höhen gefallen Sowjetsoldaten und deutschen Soldaten. Die Gebeine von 38 deutschen Soldaten wurden von Generalmajor Wladimir Popow an die deutsche Seite übergeben.

Generalkonsulat Sankt Petersburg Bild vergrößern (© Generalkonsulat Sankt Petersburg) Die sterblichen Überreste der Gefallenen wurden am 20. August zum nahe gelegenen deutschen Soldatenfriedhof Sologubowka überführt und dort feierlich beigesetzt. Auf dem 1996 vom VDK eingeweihten Friedhof in Sologubowka haben bereits mehr als 54.000 Gefallene eine letzte Ruhestätte gefunden. Bis jetzt wurden die Namen und Daten von mehr als 35.000 Toten auf Granitstelen verewigt.

Generalkonsulat Sankt Petersburg Bild vergrößern (© Generalkonsulat Sankt Petersburg) Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Schirmherr des Volksbundes ist Bundespräsident Joachim Gauck.

 

VDK-Besuch in St. Petersburg

Generalkonsulat Sankt Petersburg

VDK-Besuch in St. Petersburg

Ausbettungen bei St. Petersburg im ZDF-Mittagsmagazin

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In der letzten Woche arbeiteten deutsche und russische Soldaten gemeinsam zusammen, um Kriegstote des Zweiten Weltkrieges zu bergen. Dieser vom Volksbund organisierte Arbeitseinsatz fand diesmal in der Umgebung von St. Petersburg, dem ehemaligen Leningrad, statt. Ein Kamerateam vom ZDF war für eine Kurzreportage vor Ort. Der Bericht wurde am 19. August im ZDF-Mittagsmagazin ausgestrahlt. Er beginnt ab 19 Min. 33 Sec. und ist unter folgendem Link in der ZDF-Mediathek aufrufbar:

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge