Deutsches Engagement für den Klimaschutz in der Russischen Föderation

Die Ziele der russischen Regierung zur Reduzierung seiner Treibhausgasemissionen und der Energieintensität der russischen Wirtschaft möchte die Bundesregierung im Rahmen der deutsch-russischen Modernisierungspartnerschaft durch verstärkte Kooperation mit Russland unterstützen.

rauchende Schornsteine Bild vergrößern Rauchende Schornsteine einer Fabrik (© colourbox) Im Nachgang der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat Russland seine formelle Unterstützung für den sog. "Copenhagen-Accord" beurkundet. In diesem Rahmen hat Russland zugesagt, seine Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber dem Basisjahr 1990 um 15 bis 20 Prozent zu reduzieren. Zusätzlich möchte es eine Halbierung bis 2050 "ernsthaft prüfen". Die russische Regierung plant außerdem, die Energieintensität der russischen Wirtschaft bis 2020 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren. 

Diese Ziele der russischen Regierung möchte die Bundesregierung im Rahmen der deutsch-russischen Modernisierungspartnerschaft durch verstärkte Kooperation mit Russland unterstützen. Fragen der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien sowie einer engeren Zusammenarbeit deutscher und russischer Unternehmen werden in den Sitzungen der deutsch-russischen Strategischen Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Finanzen (SAG) regelmäßig besprochen.

Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit konzentriert sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) vor allem auf die projektbezogene Zusammenarbeit im Rahmen von Joint Implementation (JI). Schwerpunktregionen sind Krasnodar und Swerdlowsk, die als Beispielregionen für deutsch-russische Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Energieeffizienz entwickelt werden sollen.

Russland ist eines der fünf Schwerpunktländer der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des BMU. Erste Projekte im Rahmen der IKI werden schon durchgeführt. So wurde eine Schutz-Konzession für ein ca. 400.000 Hektar großes Urwaldgebiet und dessen nachhaltige Entwicklung in der Bikin-Region erworben. Außerdem werden Investitionen zur Erhöhung der Energieeffizienz in klein- und mittelständischen Unternehmen durch Kreditmittel der EBRD sowie der KfW in Höhe von 30 Millionen Euro finanziert und ein Konzept zur energieeffizienten Energieversorgung der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi durch die Deutsche Energie-Agentur dena erarbeitet.

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