Prof. Dr. Wolfgang Huber, Bischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland a.D., auf Vortragsreise in Russland

12.10.2017 - 18.10.2017 | Moskau, St. Petersburg, Nowosibirsk

P dpa Bild vergrößern Wolfgang Huber, Bischof im Ruhestand der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (© dpa) rof. Wolfgang Huber, deutscher evangelischer Theologe, ehem. Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, ehem. Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, wird vom 12. bis 18. Oktober im Rahmen einer Vortragsreise in der Russischen Föderation weilen und Vorträge in Moskau, Sankt Petersburg sowie Nowosibirsk halten.

2017 wird weltweit das 500. Jubiläum der Reformation  begangen. In  Deutschland und auch  in  Russland werden aus diesem bedeutsamen Anlass  viele Veranstaltungen stattfinden. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum wird der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands,  Prof. Wolfgang Huber, Russland besuchen. Diese Reise im Rahmen des Vortragsprogramms der Bundesregierung findet vom 12. bis 18. Oktober statt.

Prof. Wolfgang Huber genießt mit Recht den Ruf eines begnadeten Redners und Experten mit seiner einzigartigen Erfahrung und Kompetenz, die er u.a. im Rahmen seiner Tätigkeit als Ratsvorsitzender der EKD und Bischof, Hochschullehrer und öffentlicher Intellektueller mit seinen zahlreichen Vorträgen und Predigten, Diskussionsbeiträgen und öffentlichen Wortmeldungen erlangen und erfolgreich beweisen konnte. Außerdem ist er als ein aktiver Unterstützer  der weltweiten Ökumene bekannt.

Das Reiseprogramm von  Prof. Wolfgang Huber umfasst nicht nur Moskau mit seiner fünf Jahrhunderte alten evangelisch-lutherischen Tradition, sondern auch die beiden russischen Metropolen St. Petersburg und Nowosibirsk: Die 1703 vom Peter I. gegründete Stadt war von Anfang deren Geschichte an Russlands „Fenster zu Europa“ auch in religiöser Hinsicht: bereits 1704 wurde die erste lutherische Kirche – eine kleine Holzkirche – auf der Peter und Paul Festung eingeweiht. Peter II. teilte später das Grundstück für eine neue lutherische Kirche zu. 1728 wurde sie am Newski Prospekt errichtet. Im 19. Jahrhundert wurde sie zu klein, und die deutsche lutherische Gemeinde baute an ihrer Stelle die heutige Petrikirche. 1838 wurde sie eingeweiht. Sie war die größte lutherische Kirche des Russischen Reichs.Die Petrikirche in St. Petersburg ist auch heute die Kathedrale der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands. Nowosibirsk, das traditionell den Status der Hauptstadt der Westsibirischen Region in Russland hat, war eines der wichtigsten Siedlungsgebiete der Russlanddeutschen, die mehrheitlich auch das Bild der evangelisch-lutherischen Kirche in Russland prägen.

In enger Zusammenarbeit zwischen der  Deutschen Botschaft Moskau, den  Deutschen Generalkonsulaten in St. Petersburg und Nowosibirsk und russischen Partnern sind folgende Programmpunkte im Rahmen des Besuchs vorgesehen:

MOSKAU

  • Vortrag „500 Jahre Reformation“
    Wann: 12.10.2017, 16.00 Uhr
    Wo: Russischen Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften (RGGU)
    Miusskaja pl. 6
    Arbeitssprachen: Deutsch und Russisch (Simultanübersetzung)
    Anmeldung bis 10.10.2017 unter E-Mail

  • Vortrag „Der Mensch als Gottes Ebenbild. Menschenwürde und religiöse Bildung“ an der Alexander-Men-Konferenz
    Wann: 13.10.2017, 10.00 Uhr
    Wo: Russische Staatliche Rudomino-Bibliothek für Ausländische Literatur
    ul. Nikolojamskaja 1
    Arbeitssprache: Russisch (der Vortrag wir konsekutiv übersetzt)
    Anmeldung: Tel.: +7 495 9157986 oder E-Mail

  • Abendveranstaltung „Luther-Porträt in Wort und Musik“ (Duo Vera Bauer und David Goldzycher) mit Schlusswort von Herrn Prof. Wolfgang Huber.
    Wann: 14.10.2017, 19.00 Uhr
    Wo: Festsaal der Deutschen Botschaft Moskau
    ul. Mosfilmowskaja 56
    Arbeitssprache: Deutsch (ohne Übersetzung)
    Anmeldung: bis 11.10.2017 unter E-Mail

ST. PETERSBURG

  • Vortrag „500 Jahre Reformation“
    Wann: 15.10.2017, 18.00 Uhr
    Wo: Petrikirche
    Newski Prospekt 22-24
    Arbeitssprache: Deutsch (mit Simultanübersetzung)
    Eintritt frei

NOWOSIBIRSK

  • Vortrag für Studenten des orthodoxen Priesterseminars und des orthodoxen theologischen Instituts „Der Mensch als Gottes Ebenbild. Menschenwürde und religiöse Bildung“
    Wann: 17.10.2017, 11.00 Uhr
    Wo: Festsaal der Sonntagsschule bei der Christi-Himmelfahrt-Kathedrale
    ul. Sowetskaja 91
    Arbeitssprache: Russisch (der Vortrag wir konsekutiv übersetzt)
    Anmeldung: bis 13.10.2017 unter E-Mail
  • Vortrag „Menschenrechte in einer globalisierten Welt“
    Wann: 17.10.2017, 14.30 Uhr
    Wo: Verwaltungsakademie
    ul. Nishegorodskaja 6
    Arbeitssprache: Deutsch (ohne Übersetzung)
    Anmeldung bis 13.10.2017 unter E-Mail

Mit dieser einzigartigen Vortragsreise soll  ein breites Publikum in Russland auf das 500-jährige Jubiläum der Reformation und deren facettenreiche Auswirkungen auf Kultur, Kunst, Bildung und Philosophie aufmerksam gemacht werden. Zugleich soll  die Bedeutung der Reformation für die Errichtung  kultureller und geschichtlicher Brücken  zwischen Deutschland und Russland betont werden.  Alle Interessierten sind daher herzlich eingeladen, an den öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen der Reise teilzunehmen.

Vortragsreise zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation

Schwarz-weißes Portrait von Luther als Logo des Lutherjahres