„Gemeinsames Interesse, politische Krisen zu überwinden“ - Gabriel bei Rohstoffkonferenz in St. Petersburg

30.11.2017

Inga Kjer/photothek.net Bild vergrößern (© Inga Kjer/photothek.net) Außenminister Gabriel warb bei der 10. Deutsch-Russischen Rohstoffkonferenz am Mittwoch (29.11.) in St. Petersburg dafür, neues Vertrauen aufzubauen.


Vielfältige Beziehungen nutzen

„Wir haben alle ein gemeinsames Interesse daran, die politischen Krisen zu überwinden“, unterstrich Außenminister Gabriel. Die Möglichkeiten, die deutsch-russischen Beziehungen zu pflegen, seien vielfältig: „In diesem Sommer habe ich mit meinem Amtskollegen Sergej Lawrow in Krasnodar das Jahr der deutsch-russischen Städtepartnerschaften eröffnet. Wir fördern außerdem den Jugendaustausch, pflegen kulturellen Austausch.“  

Es sei im Interesse beider Seiten, auch die wirtschaftlichen Beziehungen zu intensivieren, meint Gabriel. Er besuchte deshalb die 10. Deutsch-Russischen Rohstoffkonferenz, um sich mit den Teilnehmern über die aktuelle Lage der Wirtschaftsbeziehungen auszutauschen.

Politische Lösung notwendig um Misstrauen zu überwinden

Belastet sind die wirtschaftlichen Beziehungen besonders aufgrund der russischen Annexion der Krim und dem Konflikt in Ost-Ukraine und den darauf folgenden EU-Sanktionen. Gabriel macht deutlich: „Wir brauchen in der Ostukraine einen wirksamen Waffenstillstand und die Einhaltung des Minsker Abkommens, um Sanktionen abbauen zu können.“

Eine politische Lösung in der Ukraine ist für eine Normalisierung der Beziehungen unerlässlich. „Wir haben gemeinsam die Verantwortung, dass wir nicht erneut in eine Spirale des Misstrauens und der Aufrüstung kommen.“

© Auswärtiges Amt

Gabriel bei Rohstoffkonferenz in St. Petersburg

Außenminister Sigmar Gabriel