Theater Oberhausen zeigt "Anatol" von Artur Schnitzler auf dem Baltic House Festival

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Im Februar 2014 inszenierte der 1988 in Maastricht geborene Regisseur Bram Jansen am Theater Oberhausen Arthur Schnitzlers Frühwerk Anatol – seine erste Regiearbeit in Deutschland.

Schnitzlers Einakterzyklus Anatol trägt eindeutig autobiografische Züge: Im Mittelpunkt steht der Dichter und Dandy Anatol, der von einer Affäre zur anderen treibt. Seine erotischen Abenteuer führen ihn durch alle Schichten der Gesellschaft. Anatol lebt ganz im Augenblick, betrügt seine Geliebten und zugleich sich selbst. Sein analytischer Freund Max kommentiert mal mitfühlend, mal ironisch Anatols Affären und Selbsttäuschungen und steht ihm notfalls auch gegen die Frauen zur Seite. Was hofft Anatol bei seiner rastlosen Suche nach immer neuen Liebesabenteuern zu finden – Liebe oder Abenteuer? Was treibt Freund Max um? Und was empfinden, denken und wollen eigentlich die Frauen?  

Anlässlich der Premiere im Theater Oberhausen schrieb Gudrun Mattern in der „WAZ“ im Februar 2014: "Diese Interpretation des um 1893 entstandenen Schauspiels fasziniert in fantastischer Kulisse mit beeindruckenden Ton- und Klangeffekten, hervorragendem Schauspiel und einer unter die Haut gehenden Schlüsselszene der extremen Selbstliebe des Anatol, die in Erinnerung bleibt. Jansens Anatol ist etwas Besonderes. Unbedingt anschauen." 

In St. Petersburg wird das Stück am 11.10. im Rahmen des Theaterfestivals Baltiski Dom gezeigt: 

11.10. - Anatol (Artur Schnitzler)

Regie: Bram Jansen, Bühnenbild: Guus van Geffen, Mit: Angela Falkenhan, Konstantin Buchholz, Peter Waros

Fotos: © Laura Nickel

Theaterfestival "Baltiskij Dom" St. Petersburg, 25.09. - 13.10. 2014

Alexandrinski Park 4

Theaterkasse: Tel. 232 35 39, 232 65 40

Theater Oberhausen mit „Anatol“ von Artur Schnitzler beim Baltic House Festival