LITklub: Joachim Meyerhoffs Roman „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“

Das Buch wurde für den Deutschen Buchpreis 2016 nominiert. Es handelt sich dabei um einen autobiografischen Roman und den dritten Teil einer Erinnerungsreihe. Doch wer glaubt, ein reines Tatsachenbuch zu lesen, der irrt. Meyerhoff ließ sich von seinen Erinnerungen inspirieren und schuf ein literarisches Meisterwerk von Bildern vergangener Tage und erfundenen Geschichten.

Im Roman beschreibt Meyerhoff die Anfänge seines Werdegangs als Schauspieler und  Details des Zusammenlebens mit seinen Großeltern. Der Leser taucht in die Welt eines jungen Mannes ein, der durch Zweifel an sich selbst und seiner beruflichen Wahl droht zu zerbrechen.  Das Schauspiel heißt für den Ich-Erzähler nicht nur, seinen Körper beherrschen zu lernen, sondern sich auch mit der mühselig verdrängten Vergangenheit zu beschäftigen, den Tod des Bruders und Vaters zu verarbeiten. Das Buch versteht es, Komik und Tragik zu vereinen und die innere Welt eines Schauspielers und Verzweifelten offenzulegen.

Joachim Meyerhoff ist seit 2005 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. 

2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Sein Debütroman wurde mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis 2011 geehrt. Mit dem Zyklus „Alle Toten fliegen hoch“ brachte Meyerhoff sein Leben auf die Bühne und schließlich auch zu Papier. „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ist der dritte Band des Zyklus.

Eintritt frei.

Bibliothek des Goethe-Instituts, Nab. reki Moiki, 58. Tel. 363-11-25. www.goethe.de/stpetersburg

Bildnachweis: © Reinhard Werner/Burgtheater

LITklub: Joachim Meyerhoffs Roman „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“

Joachim Meyerhoff