Vortragsreihe "Cultura" im Dezember: Literatur und Musik. Das „Faust“-Thema: Gounod, Berlioz, Schnittke

14. Dezember, Vorlesung von Dr. Jelisaweta Burmistrow, Dozentin am Lehrstuhl für Fremdsprachen und Linguistik des St. Petersburger Staatlichen Kultur-Instituts.

Die Legende von Dr. Johann Faust, am prägnantesten umgesetzt in der Tragödie Johann Wolfgang von Goethes, erweist sich auch in der Geschichte des europäischen musikalischen Schaffens als ungemein populär. Am „ewigen Sujet“ von der Versuchung des Menschen durch den Teufel kamen viele große Komponisten nicht vorbei: Nahrung für die schöpferische  Eingebung gab ihnen nicht nur der scharfe Konflikt zwischen Gut und Böse, sondern auch die innere Ambivalenz des Haupthelden. In der Vorlesung soll neben einem Überblick über die vorhandenen musikalischen Werke zum Faust-Thema auch ein gründlicher Einblick in die ersten Versuche der  musikalischen Umsetzung des Faust-Themas erfolgen: die dramatische Legende „Fausts Verdammnis“ von Hector Berlioz; eines der bekanntesten Beispiele für eine musikalische Faustiana, die Oper „Faust“ von Charles Gounod; sowie als Beispiel für den Bezug auf das 200 Jahre vor Goethes Tragödie entstandene „Volksbuch“ über Faust die Kantate von Alfred Schnittke „Historia von D. Johann Fausten“, die gleichsam ein nicht existierendes apokalyptisches Oratorium von Adrian Leverkühn, dem Helden des Romans „Doktor Faustus“ von Thomas Mann, rekonstruiert.

Die Vorlesung findet in russischer Sprache statt
Beginn 19.30 Uhr; Eintritt frei.

 

Bibliothek des Goethe-Instituts
Nab. reki Moiki, 58
Tel. des Lektoriums:  916-61-33

Vortragsreihe "Cultura" im Dezember